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Ein Buch diktieren

Wer ein Buch diktieren will, fragt sich vor allem, ob das für ein ganzes Manuskript überhaupt taugt. Die kurze Antwort: es taugt, aber es ist eine andere Arbeitsweise als Tippen. Diese Seite zeigt, wie Diktat mit Absätzen, Namen und langen Sitzungen umgeht.

Diktieren ist eine andere Arbeitsweise.

Wer ein Buch diktiert, denkt anders als beim Tippen. Sätze entstehen laut, bevor sie stehen, und lassen sich nicht mitten im Sprechen löschen wie ein Tastenanschlag. Viele Autoren brauchen eine Weile, um in dieser Weise zu formulieren. Diktieren ersetzt nicht das Überarbeiten danach, es verschiebt nur, wo der erste Entwurf entsteht. Wer das erwartet, kann sich auf den Umstieg einstellen.

Absätze und Struktur.

Diktat setzt Absätze automatisch an echten Sprechpausen, nicht an jeder kurzen Pause zum Nachdenken. Wer bewusst einen neuen Absatz will, macht dafür eine längere Pause. Kapitelüberschriften, Nummerierungen oder Formatierung entstehen dabei nicht, die kommen erst bei der Überarbeitung im Textprogramm. Wer die automatischen Absätze nicht will, kann sie in den Einstellungen abschalten.

Namen und Fachbegriffe.

Romanfiguren mit ungewöhnlichem Namen, Fachbegriffe aus einem Sachbuch oder wiederkehrende Eigennamen lassen sich im Wörterbuch als Regel hinterlegen. Ein erkannter Begriff wird dabei durch deine Schreibweise ersetzt. Das lohnt sich besonders bei Namen, die die Erkennung sonst jedes Mal anders schreiben würde. Die Regel gilt für jedes künftige Diktat, bis du sie änderst oder löschst.

Lange Sitzungen.

Ein Kapitel entsteht selten in einem einzigen Diktat. Diktat speichert jede Aufnahme einzeln in den Verlauf, mit Zeitpunkt und Länge. Am iPhone und iPad bleibt der Verlauf in der kostenlosen Stufe 7 Tage sichtbar. Danach lohnt sich der Kauf für alle, die regelmäßig weiterschreiben. Wer eine Sitzung unterbricht, findet den bisherigen Text trotzdem im Verlauf.

Was Diktieren nicht kann.

Diktat korrigiert keine Grammatik, formuliert keinen Satz um und kürzt keine Wiederholungen. Was du sprichst, steht so da, wie die Erkennung es verstanden hat, samt eigener Versprecher. Die Überarbeitung bleibt eine eigene Arbeit, mit einem Textprogramm deiner Wahl. Diktat liefert den ersten Text, nicht den fertigen.

Häufige Fragen.

Kann ich ein ganzes Kapitel in einem Durchgang diktieren?

Ja, eine Aufnahme läuft so lange, wie du sprichst. Für sehr lange Sitzungen empfiehlt sich trotzdem, in Abschnitten zu diktieren und zwischendurch zu speichern. Lange Aufnahmen lassen sich sonst schlechter überblicken.

Merkt sich Diktat wiederkehrende Namen automatisch?

Nein, automatisch nicht. Eine Regel im Wörterbuch legst du einmal selbst an, danach wendet Diktat sie bei jedem künftigen Diktat an.

Diktiert Diktat auch direkt in mein Textprogramm?

Am Mac schon, der Text landet im gerade fokussierten Feld und zusätzlich in der Zwischenablage. Am iPhone und iPad liegt der Text nach dem Diktat in der Zwischenablage, zum Einfügen an der Stelle deiner Wahl.

Passt dazu.